Warum deaktiviert man Javaskripting am PC?

Die Empfehlungen am Ende dieser Beschreibung beziehen sich auf den Internet Explorer von Microsoft


Gefahren im Internet, die in den Funktionen von Programmen enthalten sind, gibt es mehr als genug - leider kein Allheilmittel dagegen.

Einige sind harmlos. Sie geben nur Informationen über die Surfgewohnheiten weiter, richten ansonsten keinen weiteren Schaden an, abgesehen vom nervigen Spam (Werbung und ähnliches), der hinterher die Mailbox zumüllt - und man wundert sich, woher das "Zeug" kommt.

Andere wiederum haben die Aufgabe, Verbindungen zu teueren Nummern herzustellen, der Schaden ist oft so hoch, dass nicht selten ein Gerichtsprozess die Folge ist.

Manche sind in der Lage, gezielt Daten auf der eigenen Festplatte zu löschen, so dass ein Schaden entsteht, den man nicht wieder gut machen kann - die Arbeit von Jahren, die man in gutem Glauben auf der Festplatte, nicht aber auf Diskette oder CD zur Sicherheit zusätzlich gespeichert hatte, ist plötzlich weg.

Dieser Zustand kann nur softwaregesteuert entstehen.

Es gibt Programme, meist sind es kleine Skripte, die sich schnell und unauffällig auf dem heimischen PC einnisten und ihr Unwesen treiben, wenn man es ihnen erlaubt.

Skripte sind eine gute Sache, solange man sie zum Guten benutzt, z.B. um eine Datenbank zu verwalten.

PHP ist so eine Skriptsprache - läuft serverseitig, d.h. auf dem Server des jeweiligen Providers und arbeitet perfekt mit der Datenbank MySQL als Bestandteil eines Datenbanksystems auf einen Apache-Server. Ein perfektes Trio, das weltweit mehr als 60% aller laufenden Server und Datenbanken ausmacht.
Serverseitig "laufen" bedeutet, dass der Besucher einer Homepage, die immer auf der Datenbank des Providers "sitzt", über seinen Browser etwas anklickt, der Server übernimmt den angeklickten Befehl, gibt diesen an das Skript weiter und dieses wiederum führt den Befehl aus. Die angeforderten Inhalte der Datenbank werden als Ergebnis wiedergegeben, indem sie auf dem Monitor angezeigt werden. So in etwa.

Andere Skripte, wie z.B. ein Javaskript, laufen direkt auf dem eigenen PC. Sobald also eine Seite im Internet aufgerufen wird und im heimischen Monitor zu sehen ist, wird das Skript bereits ausgeführt.
Das ist eine gute Sache, haben doch viele Betreiber von Homepages die Möglichkeit, Interessantes und/oder Lustiges anzubieten, das mit Hilfe von Javaskript zur Geltung kommt.
Auch ist der Vorteil dabei, dass solche Seiten kaum den Server des Providers belasten, er hat nichts dagegen, dass man Javaskripte einsetzt. Nicht nur deshalb sind Javaskripte weit verbreitet und beliebt - verleihen sie doch der jeweiligen Seite eine gewisse Dynamik.

Mit Java kann man wahrhaftig die eigene Homepage richtig professionell gestalten, denn Javaskripte lassen sich in die Seiten der eigenen Homepage "einbauen" - es bleiben kaum Wünsche offen.

Die Kehrseite der Medaille: Gerade Javeskripte können dem ahnungslosen Besucher einer Seite auch eine böse Überraschung bescheren, wenn sie in ihrer Funktion nichts Gutes im "Schilde führen". Wie gesagt, Javaskripte laufen erst, wenn eine Seite aufgerufen wird - sie sind im Quelltext der Seite zu lesen.... aber wer schaut sich schon den Quelltext einer Seite an, bevor diese am Monitor zu sehen ist?

Dieser Umstand ist natürlich längst bekannt. Microsoft hat es frühzeitig in den Internetoptionen seines Browsers berücksichtigt und die Option einer Deaktivierung von Javaskripting zur Vefügung gestellt. Andere Browseranbieter haben auch "Gegenmaßnahmen" ergriffen und entsprechende Einstellungsmöglichkeiten in ihren Browsern eingebaut - die muss man nur kennen!

Allen gemeinsam ist anzurechnen, dass sie ein Mindestmaß an Kontrolle anbieten.

Sind die Interneteinstellungen dergestalt, dass alle besuchten Seiten - auch die mit Javaskript - unkontrolliert geöffnet und ausgeführt werden, so haben natürlich auch diejenigen, die nichts Gutes im Schilde führen, die Möglichkeit, ihre negative Wirkung zu entfalten. Der Internetbesucher sollte sich also vorher entscheiden, welche Einstellungen er wählt.

Dazu gibt es beim Internet Explorer von Microsoft zwei Möglichkeiten.